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Für Patientinnen und Patienten ist es oft schwierig, die berufspezifischen und fachlichen Unterschiede innerhalb des Themenkomplexes "Darmerkrankung" zu verstehen. Die Proktologie ist die medizinische Lehre von den Erkrankungen des Enddarmes und des Afters (Proktum: Enddarm). Der Coloproktologe (auch: Koloproktologe) befasst sich darüber hinaus mit dem Dickdarm (Colon: Dickdarm), wobei Erkrankungen des unteren Dünndarmes mit einbezogen werden. Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und befasst sich mit der Diagnostik, der nichtoperativen Therapie (z.B. medikamentöse Therapien) und der Prävention von Erkrankungen des gesamten Magen-Darm-Traktes. Der Internist als spezialisierter Gastroenterologe kann eine Darmspiegelung durchführen, er ist aber ebenso zuständig für alle anderen Verdauungsorgane wie z.B. Speiseröhre, Magen, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse. Der Chirurg nähert sich dem Spezialgebiet auch von der operativen Seite. Viele Coloproktologen sind ausgebildete Chirurgen und haben sich besonders in der Behandlung von Dickdarm- und Enddarmerkrankung fortgebildet. Sie sind dadurch in der Lage, neben der konservativen Behandlung zusätzlich chirurgische Therapien auf hohem fachlichen Niveau einzusetzen. |

